Sauerländisches Erbsensüppchen

mit geröstetem Brot, Minze und Creme fraîche 

 

Für 4-6 Portionen:

6 Scheiben Kastenweißbrot oder Toastbrot, kann schon älter sein
bestes Olivenöl
1 große Hand voll frische Minze, gezupft, in Streifen geschnitten
Meersalz und frisch gemahlener Pfeffer
2 EL Butter
4 Frühlingszwiebeln
500g Erbsen aus der Tiefkühltruhe
gut 1L gute Hühnerbrühe
150 ml süße Sahne
1 Becher saure Sahne
2-3 Handvoll Babyspinat

Wenn ich dieses Süppchen für Viktor zubereite, heize ich den Backhofen auf 180°C vor, ich entrinde das Brot, schneide es in große Würfel, verteile es auf einem Backblech und beträufele es mit Olivenöl, würze es mit Salz und Pfeffer und bestreue es mit der Minze, dann röste ich es im Ofen, es braucht ungefähr 15 Minuten.

Inzwischen zerlasse ich in einem mittelgroßen Topf bei geringer Temperatur die Butter, schwitze die kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln und die restliche Minze darin an. Nach etwa drei Minuten, wenn sie weich sind, erhöhe ich die Temperatur und füge ich die gefrorenen Erbsen und die Hühnerbrühe hinzu. Wenn es kocht, schalte ich die Temperatur herunter, rühre die Sahne ein und lass die Suppe 15 Minuten köcheln.

Anschließen püriere ich die Suppe (das geht im Mixer in kleinen Portionen), dabei mixe ich noch frischen Spinat unter, das ändert nicht den Geschmack, aber macht schön grün. Nun schmecke ich mit Salz und Pfeffer ab, mmh, lecker. Die Brotwürfel sind inzwischen schön knsprig. Die saure Sahne schmecke ich mit Olivenöl, etwas Zitrone, Salz, Pfeffer und vielleicht noch ein wenig Minze ab. Sauerländisch kommt die Suppe jetzt in die Terrine, die Brotwürfel in schöne Schüsselchen und dann füllen wir uns die Teller, ein Schlag saure Sahne und die Brotwürfel drauf und ......genießen., woll!

Pappardelle alla casa mia

mit Chinzis zartem Rinderragú und Gemüse aus grünen Bohnen, Hokkaidokürbis und Süßkartoffel, leicht scharf

 

Für 4-6 Portionen brauchen Sie:

750g Rindernacken zum Schmoren
3 Stangen Staudensellerie
2 Möhren
3 Knoblauchzehen
2 Schalotten
400g reife Tomaten oder Dosentomaten ( am besten San Marzano)
je 2 Zweige Thymian und Rosmarin
1-2 Lorbeerblätter
½ l Rotwein
¼ l Rinderfond
Salz und Pfeffer....
und 2 Stunden Zeit    

500g Pappardelle, egal ob getrocknet oder Frischteig
Salz
Olivenöl
100g Butter
3-4 EL Creme fraîche
2 Zweige frischer Thymian
1 Möhre
2 Stängel Staudensellerie
1 Chillischote, 1-2 Frühlingszwiebeln

1 kleiner Hokkaidokürbis
1 große oder 2 kleine Süßkartoffeln
150g feine grüne Bohnen
frisch geriebener Parmesan

 

Zu erst kocht Chinzi das Ragû!
Chinzi, Viktors bester Freund, schneidet das Nackenfleisch in ca. 2cm große Würfel, dabei entfernt er das gröbste Fett. Die Würfel wendet er in Mehl. Staudensellerie, Möhre , Knoblaiuch und Schalotte schneidet bzw. hackt er in feine Würfelchen. Er brät das Gemüse in einem Schmortopf an, dann gibt er das Fleisch dazu, brät es kurz mit an, dann fügt er die Thyminazweige, den feingehackten Rosmarin und das Lorbeerblatt hinzu, löscht alles mit dem Rotwein ab. Dann kommen Tomaten enthäutet und grob geschnitten oder so aus der Dose dazu. Nun lässt er alles 2 Stunden bei niedriger Temperatur schmoren, bis die Flüssigkeit gut reduziert ist, zwischendurch füllt er mehrmals mit ein wenig Rinderfond wieder auf und lässt weiterschmurgeln, bis eine wunderbare sämige Sauce mit butterzarten Fleischwürfelchen entsteht, alles wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, die Thyminazweige und der Lorbeer entfernt und dann ab damit auf die Pappardelle, mmmh.

Für die Pappardelle setze ich reichlich Wasser auf, salze es erst, wenn es sprudelnd kocht. In einem kleineren Topf setze ich Wasser zum Blanchieren der grünen Bohnen auf. Den Backofen heize ich auf 180°C vor.

Jetzt schnibbel ich erst Mal Gemüse: Möhre und Staudensellerie schneide ich in ganz kleine Würfelchen, je kleiner um so besser, damit sie sich später schön an die Pappardelle schmiegen, ich entkerne den Hokkaidokürbis, achtel ihn teile jedes Achtel noch mal quer, dann schneide ich ihn in ganz schmale Scheiben, die Süßkartoffel schäle ich und viertel oder achtel sie, um dann ähnlich große Scheiben wie beim Kürbis zu erhalten. Die Chilischote entkerne ich und schneide sie in schmale Streifen und dann in kleine Würfelchen. Den Thymian streife ich vom Stängel und hacke ihn grob. Die Frühlingszwiebel schneide ich in diagonale 0,5cm große Scheiben, das Grün in etwas größere

Von den Bohnen trenne ich die Enden ab, dann blanchiere ich sie im sprudelnd kochenden gesalzenen Wasser, noch bissfest müssen sie sein, ich schrecke sie in Eiswasser ab, stelle sie beiseite.

Ich nehme eine ofenfeste Form, gebe 2-3 EL Olivenöl hinein, dazu Hokkaidokürbis und Süßkartoffel, ich wälze sie im Öl, vielleicht brauche ich mehr, salze und pfeffere sie und dann brutzeln sie im Ofen schön weich, das kann so 15 Minuten dauern, ich menge die grünen Bohnen unter und einen Spritzer Zitronensaft, halte alles im Ofen warm.

Jetzt setze ich eine Pfanne mit einem Stich Butter und  einem EL Olivenöl auf, die Pappardelle werfe ich ins Wasser, der Tisch sollte nun schon gedeckt sein ...in der Pfanne brate ich die Möhren und Selleriewürfel mit dem Thymian an (ein paar kleine Chalottenwürfelchen machen es noch deftiger). Wenn sie bissfest sind, kommen 3 EL Creme fraîche und 2 EL Wasser dazu, salzen und pfeffern, zur Seite stellen. In einer weiteren kleinen Pfanne brate ich noch kurz Chili und Frühlingszwiebel in Butter und Olivenöl an, dann menge ich es unter das Ofengemüse.

Wenn ich die Pappardelle al dente gekocht und abgeschüttet habe, gebe ich sie in den Topf zurück, mit ein wenig Butter mache ich sie geschmeidig und dann gebe ich mein Möhren-Sellerie-Gemüse dazu, gut aber vorsichtig untermischen, ab in die Schüssel, auf den Tisch: Das Ofengemüse kommt auch in eine Schüssel, jeder nimmt sich nach Belieben, frischen Parmesan und Pfeffer drauf...mmmh buon appetito!

Feine Mascarponecreme

mit Püree aus sauerländischen Himbeeren

Für 4-6 Portionen:

500g Himbeeren
6 EL Puderzucker
Limoncello
250g Mascarpone
2 Eier
150ml Sahne
80g feinster Zucker
Schale und Saft von einer Zitrone
50 g weiße Schokoladenkouvertüre
Spritztülle
Backpapier

In einer Metallschüssel im Wasserbad (nicht mehr als 45°C) schmelze ich die fein gehackte Kouvertüre, fülle sie in eine Silikonspritztüte mit feinster Öffnung und male mit ihr ein feines Gitter auf das Backpapier, wie ein schönes Kindergemälde, immer wild hin und her....das lasse ich erkalten und fest werden.

Die Himbeeren, wenn es tiefgefrorene sind, lasse ich sie ein wenig antauen, püriere ich mit dem Zauberstab oder in einem Mixer, ich füge soviel Puderzucker hinzu, bis sich eine schöne säuerliche Süße ergibt, ein Teelöffelchen Zitronensaft verstärkt diesen Kick. Dann kommt noch ein schöner Schuss Limoncello dazu.

Für die Mascarponecreme schlage ich 2 Eigelb mit 80g Zucker auf, bis eine helle feste Masse entsteht, ich rühre in kleineren Portionen den Mascarpone unter, 1 TL abgeriebene Zitronenschale und 1 EL Zitronensft ebenfalls. 

Die Sahne schlage ich steif und hebe sie unter, bis eine wunderbare, leichte Creme entsteht. Ich fülle sie in schöne Gläser, lasse noch gut Platz für das Himbeerpürree und stelle sie mindestens eine Stunde abgedeckt kalt.

Zum Servieren fülle ich die Gläser mit dem noch mal kräftig durchgeschlagenen Himbeerpürree auf und breche ein schönes Stück Schokogitter ab und stecke es als Verzierung hinein. Ihr Gäste werden vor Verzückung bei jedem Löffel die Augen schließen. Das macht Viktor auch jedes Mal. Ihre Rosa

Mensch Viktor